Ai und Ki sind schuld - indirekt TB. Trotzdem enttäuschend.
Textbroker gehört zu einer Plattform, die mich seit über 10 Jahren begleitet. Mit weit über 500 Texten, einer Annahmequote von 100 Prozent und einigen, wenigen Stammkunden, scheint die Blase vorbei zu sein. Ich wollte mich letztes Jahr selbstständig machen und als reiner Autor auf TB arbeiten – gut, dass ich es nicht gemacht habe, dann hätte ich heute Probleme.
Der Auftragsschwund geht ganz klar auf die Ai und Ki zurück. Texter ohne Erfahrungen melden sich an, lassen den Text schreiben und das wars. Damit wird sogar auf YouTube, TikTok und Snapchat beworben – durch andere User.
Warum also großartig nachdenken, wenn jeder x-beliebige Autor ohne Erfahrungswerte nun relativ hervorragende Texte schreiben kann? Hier mal ein Wort ausgetauscht, da mal was verändert, zack fertig. Solche Texte haben nicht die Tiefe, reichen aber den meisten Auftraggebern offensichtlich aus.
Ihr erlaubt sogar die Nutzung und sagt ganz klar: „Textbausteine einer KI müssen immer stilistisch verfeinert, einem Faktencheck unterzogen und mit eurer persönlichen Note versehen werden.“
Ein Textbaustein = Ein Teil des Textes. 3x Textbausteine a 200 Wörter = ein ganzer Text.
Dauert eine Weile, bis die Kunden das selbst herausfinden und keine Aufträge mehr einstellen, weil das die Ki übernimmt. Jeder ungeübte Autor kann Wörter oder Sätze austauschen.
Ihr solltet die Nutzung einer Ai oder Ki komplett verbieten und die Leute sperren, die offensichtlich schnelles Geld damit verdienen wollen.
TB ist indirekt schuld, andere bekannte Plattformen haben dasselbe Problem, aber gehen dagegen vor. Google geht dagegen an und erkennt die Scripte. Sogar Transkripte werden erkannt, auf denen Videos basieren.
Ihr habt mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Ansturm an „neuen Autoren“ festgestellt, die derzeit wahrscheinlich alles abgrasen.
Hier solltet ihr technisch nachbessern, sonst sind eure Jobs mit hoher Wahrscheinlichkeit schnell verschwunden.
ERGÄNZUNG nach der Antwort von TB:
Das Problem ist, dass ihr euch mit KI beschäftigt, aber offensichtlich keine Ahnung habt, was eine KI wirklich kann. Demnach bleiben meine Fragen immer noch unbeantwortet.
1. Für Keywordrecherche und Co gibt es SEO-Tools, dafür ist eine KI nicht notwendig.
2. Eine KI kann viel Text erzeugen. Daraus nimmt einfach die Teile, die einen gewissen Mehrwert liefern, lässt Füllphrasen weg oder füllt diese Füllphrasen mit anderen hochwertigen Textstellen und hat anschließend einen vollwertigen Text – ohne selbst ein Talent für Texte zu besitzen.
Hier würde ich gerne wissen, welche technischen Maßnahmen ihr dafür einsetzt?
Ansonsten hat Textbroker keine Zukunft mehr. Oder denkt ihr wirklich, dass sich talentierte Autoren neben Autoren – die ein Abo für eine KI gekauft haben – weiterhin bei euch aufhalten werden?
Wir Autoren können uns gerne von der Plattform komplett abwenden. Und dann bin ich mal gespannt, ob die KI auch individuelle Aufträge durchführen kann – und damit meine nicht diese angeblichen Rechercheaufträge.
3. Diese „Rechercheaufträge“ sind auch nicht dafür da, um neue Texter zu finden (wie es angeblich heißt). Das ist eine umstrittene SEO-Maßnahme, um das Ranking auf Google zu steigern, indem Leute gezielt auf einen Link mit einer bestimmten Suchphrase über eine Suchmaschine geschickt werden.
4. Ich sehe keinen Sinn mehr in eure „2 bis 5 Sterne“ Bewertungs-Politik. Wenn die Texte ohnehin KI-generiert werden, wo ist dann der Mehrwert? Oder werden Autoren zukünftig damit bewertet, wer am besten mit einer KI umgehen kann? Oder wollt ihr die KIs bewerten?
2 Sterne: Schlechte KI und damit günstiger
5 Sterne: Hochwertige KI und damit teurer
Meiner Meinung nach ist es respektlos gegenüber den Talenten eurer Autoren. Das sagt ihr indirekt, indem „jeder Text genommen wird, der Mehrwert liefert“ – völlig egal, ob von einer KI oder nicht.
ERGÄNZUNG 2:
Content.de ist die einzige Plattform, die KI und AI komplett verbietet. Der Anbieter ist die bessere Variante zu Textbroker.
Zitat:
24.01.2023:
Umgang mit ChatGPT und anderen KI-Tools: Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass Texte nach § 5.2 AGB vom Autor selbst erstellt werden müssen. Texte dürfen nicht (auch nicht abschnittsweise) von künstlicher Intelligenz (KI) erstellt werden.
12. Januar 2023
Bewertung ohne vorherige Einladung