KÄUFERSCHUTZ IST EINE FARCE
Ich erhielt nach über 4 Wochen aus Japan den über PayPal bezahlten Artikel. Das Paket wurde vom Zoll geöffnet und ich musste Zollgebühren bezahlen. Die original verpackte Ware kam geöffnet und beschädigt bei mir an. Bei sofortigem Kontakt schlug ich dem Verkäufer einen angemessenen Rückerstattungsbetrag vor. Er verlangte eine Rücksendung auf meine Kosten zur Begutachtung und stellte einen eventuellen Umtausch in Aussicht. Ich habe Fotos von der schadhaften Ware geschickt, die ihn aber nicht interessierten. Darauf hin habe ich bei PayPal den als großartig angebotenen KÄUFERSCHUTZ beantragt. Einen ausführlichen Bericht zum Sachverhalt sollte ich hinterher schicken. Ein paar Stunden später erhielt ich mitten in der Nacht von PayPal eine Mail, dass sie nach "ausführlicher" Prüfung und Rücksprache mit dem Händler in Japan folgendes entschieden hätten: Rücksendung mit Nachweis auf meine Kosten und nach Begutachtung eventuelle Rückerstattung des Kaufpreises ohne Zollgebühren. Das ist kein Käuferschutz, sondern Käuferverarschung.
Mein Rat an alle: FINGER WEG VON PAYPAL, denn die braucht in Wirklichkeit niemand. PayPal ist meines Erachtens so nützlich wie ein Geschwür am After.
Ich bin sicher kein Freund von AMAZON. Die sind aber in Sachen Käuferschutz erheblich weiter und bedeutend effektiver.
PayPal hat mich heute gebeten an einer umfangreichen Bewertungsaktion in Sachen "Käuferschutz" teil zu nehmen, was ich auch getan habe. Ich glaube zwar nicht mehr an den Weihnachtsmann, aber vielleicht springt ja jetzt die von PayPal immer in Aussicht gestellte Entschädigung dabei heraus, falls sich Käufer und Verkäufer nicht einigen konnten.
Natürlich habe ich nichts dergleichen erhalten. Angeblich wurden die Richtlinien für den Käuferschutz von PayPal geändert. Bei einer erneuten Inanspruchnahme dieser FARCE wurde ich aber eines Besseren belehrt. Gar nichts hat sich seitens PayPal geändert, im Gegenteil. PayPal untergräbt massiv die in Deutschland bzw. der EU geltenden Verbraucherschutz-Richtlinien bzw. Gesetze. Auch wenn der Käufer pro forma "Recht" bekommt, muss dieser immer die gesamten Kosten für die Rücksendung tragen, auch wenn die Ware falsch, fehlerhaft oder beschädigt ist. Des weiteren sollte man nie den besagten Betrag rückbuchen lassen, obwohl jeder zwecks Widerspruches dazu berechtigt ist. PayPal setzt das jeweilige Käuferkonto sofort mit diesem Betrag zzgl. aller Kosten ins Minus und droht mit externem INKASSO, sollte dies nicht unverzüglich ausgeglichen werden.