Meine Erfahrungen mit der BKK Diakonie…
Meine Erfahrungen mit der BKK Diakonie im Zusammenhang mit meiner bewilligten Rehabilitationsmaßnahme waren leider von einem Maß an Desinteresse, mangelnder Koordination und fehlender Verantwortung geprägt, das ich bei einer gesetzlichen Krankenkasse nicht für möglich gehalten hätte.
Ich leide unter erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen, unter anderem aufgrund eines Long-COVID-Syndroms, neurologischer Beschwerden, chronischer Schmerzproblematik, massiver Schwindelsymptomatik, eingeschränkter Belastbarkeit, Pflegegrad 2, GdB 70 sowie einer unbefristeten Erwerbsminderungsrente. Gerade in einer solchen Situation sollte man erwarten dürfen, dass die Krankenkasse ihrer Verantwortung nachkommt und den Versicherten bei der Durchführung einer bewilligten Rehabilitationsmaßnahme aktiv unterstützt.
Das genaue Gegenteil war nach meiner Erfahrung der Fall.
Über Monate hinweg entstand der Eindruck, dass sich niemand wirklich für den konkreten Einzelfall interessierte. Statt einer sorgfältigen Prüfung meiner tatsächlichen gesundheitlichen Situation wurde mein Fall offenbar auf einzelne Stichworte reduziert. Besonders irritierend war dabei die wiederholte Fokussierung auf meinen Pflegegrad, obwohl ich von Beginn an ausdrücklich darauf hingewiesen hatte, dass ich vollständig selbstversorgend bin und keinerlei pflegerische Unterstützung benötige.
Die Kommunikation war geprägt von Zuständigkeitsverschiebungen, unklaren Aussagen und dem ständigen Verweis auf andere Beteiligte. Fragen blieben unbeantwortet oder wurden an Dritte delegiert. Anstatt dass Krankenkasse, Dienstleister und Klinik miteinander kommunizieren und offene Punkte klären, musste ich als schwer gesundheitlich eingeschränkter Versicherter die Sachverhaltsaufklärung selbst übernehmen.
Besonders erschreckend war für mich die fehlende Eigeninitiative. Widersprüche wurden nicht hinterfragt, offensichtliche Unklarheiten nicht aufgeklärt und nachvollziehbare Fragen nicht beantwortet. Statt Lösungen zu entwickeln, hatte ich wiederholt den Eindruck, dass man vor allem bemüht war, Verantwortung weiterzureichen.
Noch problematischer erscheint, dass die Rehabilitationsmaßnahme dem Grunde nach bewilligt wurde, die tatsächliche Umsetzung jedoch an organisatorischen Defiziten scheiterte. Für Versicherte entsteht dadurch der Eindruck, dass eine bewilligte Leistung zwar auf dem Papier existiert, ihre tatsächliche Durchführung jedoch niemand ernsthaft sicherstellt.
Besonders enttäuschend ist dabei nicht ein einzelner Fehler, sondern das Gesamtbild. Es entsteht der Eindruck eines Systems, in dem Prozesse wichtiger sind als Menschen, Zuständigkeiten wichtiger als Lösungen und Verwaltungsvorgänge wichtiger als die tatsächliche gesundheitliche Situation der Versicherten.
Wer gesundheitlich schwer belastet ist und auf Unterstützung angewiesen ist, benötigt einen verlässlichen Ansprechpartner, Engagement und lösungsorientiertes Handeln. Genau das habe ich in meinem Fall leider vermisst.
Mein persönliches Fazit: Eine Krankenkasse sollte Versicherte unterstützen, koordinieren und begleiten. In meinem Fall hatte ich jedoch über weite Strecken den Eindruck, dass ich die Arbeit der Beteiligten selbst übernehmen musste, während gleichzeitig niemand bereit war, Verantwortung für den Gesamtprozess zu übernehmen.
Ist es möglich, das es noch schlechtere Kassen gibt, als die BKK Diakonie?







