Intransparente Informationspolitik und fehlende Inhaltsstoffangaben
Ich habe mich für die Produkte der Laboldi Duftmanufaktur interessiert, musste aber leider feststellen, dass auf der Website bei den Produkten keinerlei Inhaltsstoffe (INCI) deklariert sind.
Eine transparente Auflistung der Inhaltsstoffe ist im Online-Handel mit Kosmetika Standard und für Verbraucher essenziell, um vor dem Kauf eine informierte Entscheidung treffen zu können.
Auf meine schriftliche Anfrage zu den Sicherheitsdokumenten (Sicherheitsdatenblatt, IFRA-Zertifikat) – nachdem mir im Live-Stream eine Bereitstellung zugesagt wurde – wurde die Herausgabe der Unterlagen mit dem Verweis auf „Datenschutz“ und „Betriebsgeheimnis“ verweigert. Dies ist bei einer Anfrage zu Sicherheitsdaten für Kosmetika fachlich nicht haltbar, da es sich um grundlegende Informationen zur Verkehrsfähigkeit und Sicherheit handelt.
Letztlich erhielt ich lediglich eine unvollständige Liste der Inhaltsstoffe ohne Konzentrationsangaben.
Fazit: Wer als „Manufaktur“ auftritt, sollte bei der Produkttransparenz und Kundenkommunikation deutlich professioneller agieren. Die fehlenden Informationen auf der Website in Kombination mit der Verweigerung notwendiger Sicherheitsdokumente auf Nachfrage schaffen für mich kein Vertrauen.
Ich werde hier aufgrund der mangelnden Transparenz nicht kaufen.
Nachtrag:
Seit meiner kritischen Nachfrage wirbt die Firma nun in den sozialen Medien offensiv damit, die perfekten Ansprechpartner für die 'Legalität im Parfüm-Business' sowie für 'CPNP-Notifizierungen' und 'Sicherheitsbewertungen' zu sein.
Besonders bedenklich finde ich hierbei:
In diesen Videos werden die für die Kosmetikverordnung essenziellen Begriffe wie das CPNP (Cosmetic Product Notification Portal) mehrfach falsch als 'CPMP' bezeichnet. Das CPMP ist ein ehemaliges Gremium für Arzneimittel und hat mit der Kosmetik-Regulatorik absolut nichts zu tun.
Wenn ein Unternehmen, das sich selbst als Experten für regulatorische Sicherheit positioniert, nicht einmal die grundlegende Nomenklatur der Branche beherrscht, unterstreicht dies nur meine Erfahrung, dass hier professionelle Standards fehlen.
Wer auf sachliche fachliche Hinweise zu solchen Falschaussagen mit der Sperrung des Kunden reagiert, statt die Fehler zu korrigieren, agiert leider wenig seriös.







