Saubere Anlage - Kosten und Verträge haben Tücken
Die Halle selbst war sauber, sicher und praktisch gelegen, das Konzept wirkt auf den ersten Blick unkompliziert. Leider zeigt sich spätestens beim Blick in Vertrag und Abrechnung, dass das Geschäftsmodell erhebliche Schwächen und Fallstricke hat.
Lockangebot & Kostenfalle:
Auf Hochglanz klingt die Werbung zunächst interessant –> „ab 169 €“ wirkt zwar schon teurer als eine private Garage, aber noch im Rahmen. Am Telefon hieß es sogar, man würde prüfen, ob diese günstige Einheit verfügbar sei. In Wahrheit war die kleinste Halle bei mir 189 €, und ich habe Zweifel, ob es die 169 €-Einheit überhaupt gibt. Dazu kamen Nebenkosten, deren Zusammensetzung sich mir bis zum Schluss nicht wirklich erschlossen hat. Der Endpreis lag am Ende bei 259 € je 28 Tage!!! Also nicht monatlich, sondern 13 Abbuchungen im Jahr. Effektiv sind das über 3.360 € pro Jahr bzw. fast 281 € pro Monat (wenn man den Monatsdurchschnitt berechnet)
Vertrag & Nutzung:
Obwohl die Werbung von „Garagen“ spricht, ist das Abstellen von Fahrzeugen im Mietvertrag teils erlaubt (bei Erfüllung bestimmter Auflagen), teils wieder verboten. Das wirkt widersprüchlich und lässt Spielraum für beliebige Auslegung.
Größe der Halle:
Meine Halle sollte laut Vertrag ca. 8 Meter lang sein (28 m²). In der Realität passten zwei Pkw (3,70 m + 3,90 m) nur Stoßstange an Stoßstange (wortwörtlich!) hinein, sodass das Tor gerade eben noch zuging. Die Angaben im Vertrag entsprachen damit nicht der tatsächlichen Nutzfläche.
Mindestlaufzeit & Kündigung:
Trotz „flexibler“ Werbung bindet man sich mindestens 6 Monate. Danach gilt eine Kündigungsfrist von 8 Wochen. Vorzeitige Beendigung ist faktisch unmöglich.
Kaution & Abrechnung:
Zu Beginn mussten sofort hohe Summen gezahlt werden: zwei Bruttomieten Kaution (über 500 €), Bereitstellungsgebühr und die erste Miete – zusammen über 800 €. Bei Kündigung wurde mir von Anfang an schriftlich mitgeteilt, dass es „Überschneidungen“ gibt und die Miete noch über das Vertragsende hinaus abgebucht wird. Rückzahlung erfolge irgendwann mit der Kaution im Rahmen der Endabrechnung. Faktisch bedeutet das: Man finanziert Storage24 wochenlang einen zinslosen Kredit.
Fazit:
Die Halle selbst war in Ordnung, das Geschäftsgebaren dahinter wirkt jedoch intransparent und unfair. Lockangebote, unklare Nebenkosten, Widersprüche im Vertrag und die sehr verzögerte Abrechnung hinterlassen ein starkes „Geschmäckle“. Auch auf anderen Plattformen berichten Mieter von ähnlichen Erfahrungen, gerade bei Kaution und Endabrechnung. Für kurzfristige Engpässe mag es eine Lösung sein – wer langfristig plant, sollte sich der tatsächlichen Kosten und Bedingungen bewusst sein.
1. September 2025
Bewertung ohne vorherige Einladung