Ein Stern ist noch zu viel!
Ich kann nicht nachvollziehen, wie hier noch einige dem Hotel auch nur eine etwas bessere Beurteilung geben können.
Finger weg von diesem Hotel! wenn man sich die Webseite des Hotels ansieht, könnte man von einer schönen Hotelanlage am Sandstrand mit zwei Pools und einer ansprechenden Küche ausgehen. Davon ist man hier jedoch weit entfernt.
Aber der Reihe nach. Bei Ankunft zunächst einmal der check nach dem Strand und bereits der erste Schock. Es ist kein Sandstrand, wie angenommen, sondern ein Kieselsteinstrand mit unterschiedlichen Steinen, von groß bis klein, von scharfkantig bis stumpf. Der linke Teil des Strandes ist durch Bootsverleiher blockiert. Die Strandkörbe muss man natürlich bezahlen, was bei dem Strand aber nicht wirklich attraktiv ist.
Mittags angekommen, an der Rezeption nach den Zimmern gefragt, waren diese noch nicht fertig, was soweit noch nicht unbedingt schlimm war. Also zunächst erst mal Mittagessen. Dieses sollte ja wirklich gut sein, wenn man sich die Bilder der Homepage ansah. Und hier die nächste Ernüchterung. Das essen war weder mediterran, noch typisch griechisch, wie man es beispielsweise aus Deutschland kennt. Zudem gab es jeden Tag fast immer das Gleiche.
Wollte man a la Charte essen, musste man das Restaurant, was direkt am Hotel ist, nutzen und hier allerdings sein essen zahlen, obwohl dieses ebenfalls zum Hotel zu gehören scheint. Immerhin bekommen Hotelgäste einen 20%igen Rabatt, unabhängig ob man all inclusive gebucht hat oder nicht.
Nun denn, damit abgefunden, dass zwei entscheidende Dinge schon mal mies sind, nach dem Essen auf die Zimmer. Zunächst machte es einen guten Eindruck allerdings lagen auf dem Bett Handtücher nett postiert, die jedoch Flecken aufzeigten. Die Toilette schien eher gar nicht gereinigt oder nur grob, denn auf dem Waschbecken waren noch deutlich Zahnpasta-Spuren zu sehen und die Armaturen hatten starke Kalkflecken.
Auf dem Zimmer gab es einen Kühlschrank und wir hatten uns schon auf Wasser oder andere Kaltgetränke gefreut. Allerdings war der Kühlschrank nicht einmal in der Steckdose eingesteckt und zudem vollkommen leer. Auf Nachfrage bei der Rezeption, wo man denn Getränke für das Zimmer bekommen würde gab es die Antwort, im Restaurant kann man sich Plastikbecker nehmen und dort Wasser bekommen. Das dies allerdings ein Wasserspender wie bei McDonalds war, an dem es auch Cola und andere Getränke gab und dieser nur ab Mittags in Betrieb war, wurde nicht dazu gesagt. Wenn man also keine eigenen Flasche dabei hatte, musste man sich mehrere Plastikbecher mit Getränken gefüllt auf die Zimmer nehmen. Für mich ein absolutes no go, Wasser sollte in jedem Hotel bereit stehen.
Mittlerweile ziemlich bedient, wollten wir zumindest an einen der Pools, die auf den Bildern zu erkennen waren. Doch hier die nächste Ernüchterung. Auf den Bildern sind zwei Pools abgebildet, es gibt jedoch nur einen und der war mittelmäßig groß. Allerdings war dieser auch die einzige Alternative zum Kieselsteinstrand.
Auf das Essen gehe ich nun nicht weiter ein, da dieses, wie Eingangs bereits erwähnt, mehr mies als gut war.
Abends auf dem Zimmer dann erst einmal duschen. Das Wasser brauchte dann auch ca. 5 Minuten um warm zu werden. Morgens gab es dann gar kein warmes Wasser mehr.
Nun denn, da wir uns mit den schlechten Bedingungen abfinden mussten, wollten wir zumindest versuchen etwas zu unternehmen. Auf dem Weg zum Hotel sind wir an einem Aqualand vorbei gefahren und dachten uns, dass wir dann ja dort einen Tag verbringen könnten. Nun zugegeben, die Preise waren dort sehr salzig aber für einen ganzen Tag wollten wir das in Kauf nehmen. Auf Nachfrage eines Transfers zum Aqualand wurde uns bestätigt, dass das Hotel sowas organisieren könnte, das aber einen Tag vorher angemeldet werden müsse. Auf Nachfrage, was das denn kosten würde, hieß es 35 Euro. Naja, dachten wir, das ist auch recht teuer aber nun denn. Allerdings waren es 35 Euro für eine Fahrt, sprich insgesamt 70 Euro. Somit hätten wir für alles, inklusive essen und trinken im Aqualand ca. 200 Euro da gelassen. Das wollten wir dann doch nicht:
Also Alternative, ein Boot leihen, was auch ohne Bootsführerschein möglich war und ein wenig um die Insel schippern. Das kleinste Boot kostete dabei dann 90 Euro für 3 Stunden. Im Nachgang kam dann noch der Sprit dazu, der mit 2,50 Euro/L berechnet wurde. Zusammen haben wir dann 120 Euro bezahlt.
Ein kostspieliger Urlaub.
Das Hotelpersonal war zudem mit Masse auch sehr unfreundlich. Wenn sie nicht gerade, wie an der Strandbar einen Cocktail für 10 Euro verkaufen wollten, machten die Mitarbeiter (mit einer einzigen Ausnahme) den Eindruck, als wenn sie absolut keinen Bock auf ihren Job hätten und sich wünschen würden, alle Gäste wären nicht da.








