CALVENDO urteilt – ohne fachlich zu argumentieren
Als Autor und professioneller Fotograf kann ich CALVENDO leider nicht empfehlen.
Was mich besonders stört, ist nicht einmal die Ablehnung meines Projekts, sondern die Art und Weise, wie diese begründet wird. Zunächst erhält man konkrete Änderungsforderungen zu Titel, Texten, Gestaltung und Bildbearbeitung. Diese setzt man um. Danach folgt trotzdem eine endgültige Ablehnung mit der pauschalen Aussage, das Projekt erreiche kein „durchgängig professionelles Niveau“.
Konkrete fachliche Argumente? Fehlanzeige.
Besonders absurd ist die Argumentation über Licht und Bildqualität. Dunkle Bildbereiche sind bei meinen Fotografien eine bewusste gestalterische Entscheidung. Die Bilder wurden bereits professionell bei Saal Digital als Kalender produziert und dort einwandfrei gedruckt.
Noch widersprüchlicher wird es dadurch, dass ein vergleichbarer Kalender von mir bereits 2023 von CALVENDO akzeptiert und veröffentlicht wurde. Was damals offenbar professionell genug war, soll heute plötzlich nicht mehr den Qualitätsanforderungen entsprechen.
Eine Jury darf selbstverständlich ein anderes ästhetisches Verständnis haben. Aber dann sollte sie auch konkret und fachlich begründen können, warum ein Projekt abgelehnt wird. Stattdessen bekommt man allgemeines Gerede über „Qualität“ und „Verkaufserfolg“, ohne dass konkret benannt wird, welches Bild oder welches Gestaltungselement angeblich das Problem darstellt.
Für mich wirkt dieses Vorgehen arrogant und fachlich nicht nachvollziehbar. Wer professionelle Fotografen beurteilen will, sollte seine Entscheidungen auch professionell und argumentativ nachvollziehbar begründen können.
