Schönes Bett aber Montage Katastrophe
Schönes Bett – aber der Aufbau ist eine Beziehungskrise in Kartons aus dem Onlinehandel
Das Bibex Alpin Chalet Kinderbett ist am Ende des Tages (und der war verdammt lang!!) wirklich ein schönes Bett. Stabil, hübsch, tolles Chalet-Design unser Kind liebt es. Leider muss man sich dieses Ergebnis durch einen Aufbau erkämpfen, der vermutlich schon mehrere Familien an den Rand einer Trennung gebracht hat als IKEA-Küchen in den 90ern.
Ich habe ein Handwerk gelernt und baue regelmäßig Möbel auf. Aber dieses Bett hat mich ernsthaft zweifeln lassen, ob ich plötzlich zwei linke Hände bekommen habe.
Warum?
*Das Bett besteht aus gefühlt mehreren hundert Einzelteilen
*Keines der Teile ist beschriftet oder markiert
* Keine Aufkleber, keine Nummern, keine eindeutige Zuordnung
Man sitzt also vor einem Berg Holz und spielt erst einmal eine Runde „Finde das richtige Brett“.
Als nächstes darf man Abstände einhalten wie:
* 5,5 mm
* 6 mm
* 8 mm
* 922 mm
Natürlich ohne jede Hilfe.
Keine Markierungen.
Keine Hilfslinien.
Keine Bohrschablonen.
Einfach frei Hand – vermutlich mit einem Messschieber aus der Raumfahrt.
Dazu kommen:
* ungenau gebohrte Löcher
* mehrere Bettvarianten, die in der Anleitung zwar nachvollziehbar sind, aber den Aufbau unnötig verkomplizieren
* keine gedruckte Anleitung, sondern ein Online-PDF in Minischrift für Adleraugen
Man scrollt also auf dem Handy, misst gleichzeitig Millimeterabstände und versucht herauszufinden, welches der 27 identisch aussehenden Bretter gerade gemeint ist.
Das Ganze wirkt leider so, als hätte jemand ein schönes Bett entworfen – und danach beschlossen, dass der Kunde den Rest schon irgendwie selbst herausfinden wird.
Zusätzlich bei unserer Lieferung:
* Bett kam einen Tag früher als vereinbart (ist ja o.k. wenn man nicht extra Urlaub genommen hätte um das Bett anzunehmen)
* falsche Matratze zusätzlich geliefert (extraaufwand)
Das passt leider ins Gesamtbild.
Dabei wäre die Lösung so einfach(natürlich nur wenn man sich für seine Kunden Interessiert):
Ein paar Aufkleber mit Teilenummern, klare Markierungen und eine ordentliche gedruckte Anleitung würden vermutlich weniger als einen Euro kosten – aber Stunden an Frust sparen.
Mein Fazit:
Tolles Bett, schönes Design.
Aber der Aufbau ist eine pädagogische Grenzerfahrung für Erwachsene.
Wer dieses Bett alleine aufbaut, verdient danach mindestens eine Medaille – oder ein Wochenende im Wellnesshotel!







