Routineeingriff mit fatalen Folgen
Routineeingriff mit fatalen Folgen – Mangelhafte Hygiene und gravierende Versäumnisse
Ich bin zutiefst erschüttert über die Behandlung meines zuvor kerngesunden Katers in der AVETIA Tierklinik. Eine geplante, eigentlich unkomplizierte Augenlidkorrektur endete durch eine Kette von Versäumnissen tödlich. Es ist für mich bis heute nicht nachvollziehbar, wie aus einem kleinen Schnitt ein solch dramatischer Verlauf resultieren konnte.
Die Klinik wirbt groß mit modernster Diagnostik, Superspezialisten und Fachärzten. Doch bei der realen Behandlung klafft eine Lücke zwischen dem glänzenden Marketing und der medizinischen Betreuung. Der Eingriff wurde als „Routine“ bagatellisiert; eine echte Risikoaufklärung fand nie statt – stattdessen wurden mir nur Standard-Dokumente zur Unterschrift vorgelegt.
Besonders kritisch sehe ich die hygienischen Bedingungen während der umfangreichen Baumaßnahmen im gesamten Gebäude. Ich kann bestätigen, dass im Eingangsbereich – direkt gegenüber dem Empfangstresen und in unmittelbarer Nähe zu den Behandlungsräumen – Trockenbauwände abgerissen und neu versetzt wurden. Staubdichte Planen oder professionelle Abschottungen waren nicht vorhanden. Dass ein solcher Eingriff in die Bausubstanz bei laufendem Praxisbetrieb durchgeführt wurde, ist für mich völlig unverständlich und fachlich höchst fragwürdig.
Meine wiederholten Hinweise auf eine mögliche Abszessbildung unter dem Auge wurden von den Ärzten als „Kratzwunde“ abgetan. Dies ist unglaubwürdig, da mein Kater einen Schutztrichter trug. Eine Untersuchung, die diesem Verdacht fachgerecht nachgegangen wäre, fand nicht statt. Nach dem Fädenziehen wurde ich nur mit Augensalben nach Hause geschickt, obwohl die Belastung für das Tier durch das zehnfache tägliche Salben enorm war. Ein späterer Laborbericht brachte den Nachweis von aeroben Sporenbildnern – ein Befund, der für mich eindeutig auf eine Keimbelastung hindeutet. Doch auch auf diesen Hinweis wurde meines Erachtens nach nicht fachgerecht eingegangen. Erst kurz vor dem Tod, nachdem ich mein Tier erneut stationär gegeben hatte, wurde auf ein systemisch wirkendes Antibiotikum umgestellt – vermutlich zu spät.
In einer Klinik mit 50 Tierärzten hätte ich bei der offensichtlichen Ratlosigkeit der behandelnden Kollegin erwartet, dass ein erfahrener Facharzt oder die Klinikleitung den Fall übernimmt. Die Akten spiegeln meine Hilflosigkeit wider, da trotz zahlreicher Untersuchungen immer wieder festgehalten wurde, dass die Befunde „nicht nachvollziehbar“ seien. Dass hier keine fachübergreifende Konsultation stattfand, ist inakzeptabel. Finanziell schlug sich dies mit 1280 € für die OP und weiteren 2540 € für eine ineffektive Nachbehandlung nieder, deren Zusammenhang von der Versicherung nun kritisch geprüft wird.
Der Umgang am Todestag ist das schmerzhafteste Kapitel: Mein Kater lag in einer Sauerstoffbox. Auf meine Rückfrage, ob ich kommen solle, wurde mir gesagt, das sei für das Tier Stress. Nur 30 Minuten später hieß es plötzlich, ich solle kommen, wenn ich ihn noch sehen wolle. Als ich eintraf, war ich 3 bis 5 Minuten zu spät. Ich wurde in falscher Sicherheit gewiegt und habe dadurch die Chance verloren, mich von meinem Tier zu verabschieden. Dass mein Tier qualvoll und allein sterben musste, ist meine größte menschliche Enttäuschung.
Bis heute habe ich keine Erklärung oder eine empathische Rückmeldung der Klinik erhalten. Eine Entschuldigung wäre ein Eingeständnis, das man konsequent vermeidet. Ich vermute, die Klinik nutzt ihre lokale Monopolstellung aus. Mein Vertrauen in diese Einrichtung ist unwiederbringlich zerstört. Ich habe den Fall bereits offiziell an die Landestierärztekammer gemeldet und werde alle weiteren Institutionen mit einbeziehen. Das bin ich meinem Tier schuldig.
Sollte diese Rezension gelöscht werden, werde ich sie erneuern und auf anderen Portalen verbreiten.
